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Jugendwochenende Siloah – Januar 2019

Es kann nur EINEN geben •

Nach größtenteils anstrengenden Arbeits- und Schulwochen war das gemeinsame Abendessen im Missionshaus, für die knapp 70 Teilnehmer, der Startschuss zum freudig erwarteten Jugendwochenende.

Kurz danach wurde in 4 Gruppen mit jeweils einem Mitarbeiter eine kleine Einführung zum Leitthema – Es kann nur EINEN geben – durchgeführt. Mit den Worten aus Kolosser 1, 13-14 konnten erst einmal Grundfragen zum Glauben geklärt werden, was Jesus getan hat und dass wir unsere Errettung nur aus Gnade annehmen können, die Gott uns geschenkt hat.

Durch die liebevoll persönliche Gestaltung entstanden schnell Gespräche und der Abend konnte offen mit Kennen-lernen ausklingen.

Am Samstagmorgen gab es eine Bibelarbeit über ‘den EINEN Weg zum Ziel’, in der die Gruppen sich mit dem Leben unterschiedlicher Menschen befassten, die trotz verschiedener Sozialschichten alle getrieben aus der selben Leere im Herzen, eigenem Versagen und dem Sehnen nach Heilung, Liebe und Annahme den Schritt zu Jesus gewagt haben. Im anschließenden Vortrag wurde klar, dass sie durch die befreiende Wahrheit viel mehr bekommen haben, als sie ursprünglich wollten. Und dass wir nicht aus uns selber prüfen können, wo wir stehen, sondern Jesus brauchen, der uns auf den richtigen Weg leitet (Psalm 139, 23-24). Wenn wir unsere Verfehlungen bekennen, ist Gott treu und gerecht und vergibt die Schuld. Wir können auch nichts dazu tun, außer es im Glauben anzunehmen.

Nachmittags haben die Jugendlichen in der freien Zeit ihre Autos von den zentimeterdicken Eisschichten befreit, um ins Kinderspieleland nach Fulda zu fahren.

Abends wurde ein weiterer Vortrag vorbereitet, der sich darauf fokussierte, dass ‘niemand 2 Heeren dienen kann’. Durch praktische Aufgaben konnte man selber erfahren wie schwer oder unmöglich Multitasking eigentlich ist. Wenn einer versucht die Welt und Gott zu kombinieren, schadet er nur sich selbst. Der eine Herr schließt den anderen aus, das schlechte Gewissen raubt die Freude und man hat weder die Lust noch Motivation für das, worauf man sich eigentlich konzentriert (Off.3,15/Jak.3,11/2.Kor.6,14). Der Satan verspricht durch Autos, Arbeit, Geld, Anerkennung und dem besten Lebensstandard alles was man möchte, gibt aber nichts davon und nimmt am Ende auch noch das, was du hattest. Bei Gott ist es ganz anders, Er schenkt dir die Erfüllung, Rettung, Hoffnung, Ewigkeit und sorgt sich natürlich auch um deine materiellen Bedürfnisse. Aus Gnade und Liebe gibt Er mehr als wir uns vorstellen können, wenn wir Ihm allein dienen, uns nur auf Ihn verlassen und Er allein uns führt.

Kurz darauf wurde noch ein Workshop/Diskussionsrunde organisiert, bei dem man im Austausch einige neue Gedankengänge zu biblischen Fragen kennenlernen konnte.

Das, was wir gehört haben: nur ein Weg führt zum Ziel, es gibt nur einen Glauben, der dich befreit und nur EINEN Erlöser – JESUS Christus, wurde im Gottesdienst am Sonntag vom Leiter hinterfragt. ‘Wir glauben es, aber woher wissen wir, dass es wahr ist?’. Uns wurde der Unterschied von ausgelebter Religion und wahrem Glauben gezeigt, dass wir nicht aus uns selber und unseren Werken gerecht werden können und egal wie viel wir tun, es niemals ausreichen würde. Aber Gott, durch seinen Sohn Jesus, hat uns mit sich selbst versöhnt und Er ist erfahrbar. Durch sein Wirken ist die Veränderung seiner Kinder erkennbar und wir spüren, dass trotz menschlichem Versagen Gottes unendliche Liebe eine angstfreie Zone schafft. Er möchte nicht, dass du stirbst und hat deshalb durch das Leiden seines Sohnes deine Vergebung gebracht. So sind wir zum Abschluss gekommen: es kann nur EINEN geben und das ist die Wahrheit!

Nach dem Mittagessen hat die Gruppe melancholisch versucht, durch gemeinsame Spiele am Siloah-Wochenende festzuhalten und jede weitere Minute auszukosten. Es war eine erholsame, aufbauende und wunderschöne Zeit.

Großes Dankeschön an alle, die das möglich gemacht haben, das Küchenteam, die Bufdis, Reinhold Rehl, Artur Stukert, Eduard Stranz und Paul Mik für die Planung, Nachtwachen, Vorträge, Bibelarbeiten und seelische Stärkung! Möge unser Herr Jesus Christus euch diesen Dienst reich belohnen.

Im Gebet verbunden, Vika Gorr & die Jugend ’19

Jugendwochenende Siloah – Januar 20192019-03-11T23:02:30+00:00

Bericht zur Neujahrsevangelisation 2019

Anfang des Jahres, direkt am 01. Januar 2019, begann für uns die diesjährige Neujahrsevangelisationsfahrt. Nach und nach kamen wir, viele noch etwas müde von der Anreise und der vorübergegangenen Silvesterfeier, im Missionshaus an – wohl wissend, dass die bevorstehende Zeit nicht zur Erholung beitragen würde, aber in dem Glauben und in der Hoffnung, dass Gott dabei mit seinem Segen und seinem Wirken unser Begleiter sein würde.

Nachdem sich unsere Gruppe mit ca. 60 Personen vollständig eingefunden hatte, durften wir unsere erste Chorübung, mit Alex Freiberg als Dirigent, in Gebet und mit einer Andacht von Georg Ballardt beginnen. Er grüßte uns mit den Worten aus 1. Timotheus 3, 16 und betonte, dass sich unser Glauben auf unseren Herrn Jesus Christus gründet, welcher Gottes Sohn ist und trotzdem als Mensch in diese Welt gekommen ist und uns durch seinen Tod am Kreuz auf Golgatha von unseren Sünden und unserer Schuld erlöst hat. Durch den Glauben an ihn dürfen wir frei sein und sollten dieses Geheimnis nicht für uns behalten, sondern es auch an andere Menschen weitertragen!

Wir wurden von allen Gemeinden in denen wir waren, herzlich und liebevoll aufgenommen und bewirtet. Wenn der Schlaf auch etwas zu kurz kam, so hatten wir doch eine sehr segensreiche und erfüllte Gemeinschaft miteinander. Es war für uns ein Geschenk, das wir das neue Jahr so beginnen durften.

Rückblickend auf die sechs Tage sind wir Gott sehr dankbar dafür, dass er uns ermöglicht hat die Freude an Jesus und seine grenzenlose Liebe über Lieder, Gedichte, Predigten und Zeugnisse in die Gemeinden weiterzutragen und freuen uns, dass wir auch doppelt und dreifach zurückbekommen haben.

Rebekka und Eline

Bericht zur Neujahrsevangelisation 20192019-01-29T22:49:08+00:00

Abschlussbericht Bibelschule 2018

Bibelschule Siloah

Das Abschlusszeugnis ist eingetroffen! Nach drei Jahren ist die Ausbildung der Bibelschule Siloah erfolgreich zu Ende gegangen. Wow, da fragt man sich, wo die Zeit geblieben ist. Es ging zu schnell vorbei. Das heißt dann jetzt wohl Abschied nehmen. Aber genug von meinem Schmerz! An diese erlebte Zeit werden wir uns sehr gerne zurück erinnern. Rückblickend würden wir alle nochmals die Entscheidung für die Bibelschule treffen, den die Gemeinschaft untereinander, das Gelernte und das Eingehen auf die persönlichen Fragen prägen diese wertvollen Jahre in besonderer Weise.

In der Ausbildung erhielten wir Grundwissen über wichtige biblische und theologische Gebiete. Im Rahmen des Unterrichts haben wir die elementaren Fertigkeiten für Textauslegungen, historische Ereignisse, Predigt- und Andachtsgestaltungen, gruppenspezifische Arbeiten, Seelsorge und noch vieles mehr lernen dürfen. Gott war dabei und hat uns geistliches Wachstum geschenkt. Das vermittelte Wissen förderte uns zu einem ehrfürchtigen Umgang mit der Bibel und stärkte die Beziehung zu Jesus. Damit keine Langeweile zu Hause aufkommt, haben wir auch immer wieder Unterlagen und Bücher zur Verfügung gestellt bekommen, mit denen wir locker weitere drei Jahre füllen könnten.

Die Freizeitmöglichkeiten abends oder in den Unterrichtspausen haben wir alle sehr genossen. Es gab reichlich Gelegenheiten um einfach mal „abzuschalten“, zum Beispiel in der schönen Umgebung einen Spaziergang zu unternehmen oder Tischkicker und Tischtennis zu spielen. Des Weiteren haben wir für den körperlichen Ausgleich Basketball oder Volleyball gespielt. Insbesondere waren die Gespräche mit unseren Glaubensgeschwistern unschätzbar hoch. Wir haben uns über das Gelernte, unsere Lebens- und Glaubenserfahrungen ausgetauscht und dabei noch sehr viel gelacht. Diese Momente werden wir alle sehr vermissen. Nicht zu vergessen ist die super gute Verpflegung, die uns geboten wurde. Aus dieser wunderbaren Zeit durften wir neben unglaublich viel wissen auch neue Freundschaften mitnehmen.

Alles in allem war es eine unersetzbar schöne Zeit und für jeden empfehlenswert – ob jung oder alt!

Abschließend möchte ich im Namen unserer Klasse gern noch von Herzen Danke sagen: Danke an alle, die in den letzten Jahren auf vielfältige Weise die Bibelschule mitgetragen und mitgeprägt haben: finanziell, im Gebet, durch Werbung für die Bibelschule, das Küchenpersonal und die Gastredner. Ein weiterer aufrichtiger Dank geht an unsere Lehrer! Der Platz würde nicht ausreichen, jeden aufzuzählen, und doch ist jeder von euch wichtig – Dankeschön! Danke für die schöne Zeit und vor allem dankt dem Herrn Jesus Christus für die Möglichkeit, die Bibelschule Siloah haben zu dürfen.

Abschlussbericht Bibelschule 20182019-01-29T22:36:04+00:00

Bericht zum Seminar: Jugendleiter im Dienst der Gemeinde (12. – 16. Dezember 2018)

Jugend für Christus!

Seminar: Jugendleiter im Dienst der Gemeinde (12. – 16. Dezember 2018)

Der bekannte französische Kaiser Napoleon sagte einmal: „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft.“

Auch wenn Christen Napoleon sicherlich nicht zum Vorbild nehmen sollten, so ist seine Erkenntnis auch für uns sehr relevant. Denn nur wenn wir unsere Jugendlichen für Jesus Christus gewinnen, dürfen wir uns darauf freuen, dass unsere Gemeinden in Zukunft gefüllt sein werden.

Jugendarbeit ist somit auch eine Investition in die Zukunft unserer Gemeinden. Der Dienst des Jugendleiters bringt damit eine sehr große Verantwortung mit sich. Wir, Teilnehmer des Seminars für Jugendleiter, sind dem Missionswerk Siloah und insbesondere Georg als Seminar-Leiter deshalb sehr dankbar dafür, dass man Jugendleiter bei eben dieser verantwortungsvollen Aufgabe unterstützt. In den Seminartagen haben wir uns unter anderem mit folgenden Fragen beschäftigt:

  • Welchen Problemen & Herausforderungen stehen Jugendliche heute gegenüber?
  • Welche Voraussetzungen, Fähigkeiten & Eigenschaften sollte ein Jugendleiter mit sich bringen?
  • Wie kann man die Jugendarbeit gestalten?
  • Wie wichtig ist Seelsorge in der Jugendarbeit?
  • Was ist der Maßstab für Erfolg & Misserfolg im Dienst?

Neben der Betrachtung theoretischer Fragen hatten wir aber auch die praktische Möglichkeit eine Jugendstunde zu gestalten. Zu dieser wurden die Bundesfreiwilligendienstler des Missionswerks und die Bewohner des Haus Siloahs eingeladen. In dieser Jugendstunde haben wir uns mit der Gnade Gottes beschäftigt. Mit der Gnade, die der auferstandene Christus dem zweifelnden Thomas beweist, als er ihm eine zweite Chance gibt und sich ihm persönlich zu erkennen gibt.

Ich bin mir sicher, dass jeder Seminar-Teilnehmer etwas für sich mitnehmen konnte. Jetzt liegt es an uns, diese neuen Erkenntnisse in die Tat umzusetzen. Auch wenn ich nicht Jugendleiter bin, sondern mit meinen 22 Jahren noch selber zu der Jugend in meiner Gemeinde gehöre, konnte auch ich vieles für mich mitnehmen.

Eine Sache ist mir persönlich ganz besonders klar geworden. Nämlich die Tatsache, dass es nicht auf unsere Anstrengungen als Menschen ankommt. Bei aller Zeit, bei aller Kraft und bei allem was man sonst noch so für die Jugendarbeit opfert, dürfen wir uns darauf verlassen, dass Christus Bekehrung und Veränderung in unseren Jugendkreisen bewirkt.

Wir dürfen und sollen unsere Gaben also mit Freude für Christus einsetzen und darauf vertrauen, dass ER derjenige ist, der die Herzen unserer Jugend für sich gewinnt!

„ … dass Christus wohne durch den Glauben in euren Herzen …“ (aus Epheser 4,17)

Florian Sauer

Bericht zum Seminar: Jugendleiter im Dienst der Gemeinde (12. – 16. Dezember 2018)2019-01-29T22:27:52+00:00

Neujahrsevangelisation Gemeindebesuchsliste 2019

Tag

Gottesdienstzeiten

Gemeinde

Themen

Adresse

Dienstag
01.Januar

18:00 Uhr

Missionshaus

Übung

Feldkrücker Weg 10

36355 Grebenhain

Mittwoch

02.Januar

11:00Uhr

Missionshaus

Übung

Feldkrücker Weg 10

36355 Grebenhain

Mittwoch

02.Januar

17:00 Uhr

Michelau

Nur Jesus soll den Anfang machen

Martin-Luther-Haus

Schillerstr. 9

96247 Michelau

Donnerstag

03.Januar

19:00Uhr

Heilbronn

Jesus allein ist der Freund meiner Seele- keiner mehr

Wilhelmstr.49

74074 Heilbronn

Freitag

04.Januar

18:00 Uhr

Schorndorf/Göppingen

Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes

Versöhnungskirche

Heinrich-Rorbeck Weg.3

73614 Schorndorf

Samstag

05.Januar

18:00 Uhr

Stuttgart

Trost beim Gefühl versagt zu haben

Heilandskirche

Sickstr.37

70190 Stuttgart

Sonntag

06. Januar

13:00Uhr

Stuttgart

Das Licht in der Finsternis ist Jesus

-Licht unter den Heiden-

Heilandskirche

Sickstr.37

70190 Stuttgart

Neujahrsevangelisation Gemeindebesuchsliste 20192018-11-29T00:58:11+00:00

Texte zur Gebetswoche vom 06.01.-13.01.2019

Tag

Themen

Text

Sonntag

Gebet für bibeltreue Verkündigung, Bekehrung und Gemeindewachstum

Kolosser 1,24-29

Montag

Gebet für unser Land und Volk

und Volk Israel

1 Petrus 2,13-17

Jeremia 22,29

Dienstag

Gebet für verfolgte Christen weltweit

Matthäus 16,24-28

Mittwoch

Gebet für die Mission und

Missionswerk Siloah (Inland und Ausland)

Markus 16,14-16

Donnerstag

Gebet für Liebe, Friede, Einigkeit und Ehrlichkeit unter Christen und Gemeinden

Epheser 4, 1-7

Freitag

Gebet für Ehen und Familien

1 Mose1,26-31

Samstag

Gebet für Kinder und Jugend in der Gemeinde

Prediger 11,9-10+12,1

Sonntag

Gebet um Bewahrung vor Abfall und Verweltlichung (Zeitgeist)

Hebräer 6,1-8

Texte zur Gebetswoche vom 06.01.-13.01.20192018-11-29T00:52:28+00:00

Missionseinsatz Russland 2018

Alles begann mit dem Abschlusswochenende meiner 3-jährigen Bibelschulzeit. Georg machte uns auf verschiedene Möglichkeiten und Dienste aufmerksam. In einem Satz erwähnte er auch, dass in Russland Praktikanten gesucht werden.

Meine einzige Verbindung zu diesem Land war bis zu diesem Zeitpunkt lediglich mein Nachname. Ich beherrsche nicht mal die Sprache.

Und doch ließ mich dieser eine Satz auch Wochen danach nicht in Ruhe. Ich stellte bei Georg eine Interessenanfrage… und ehe ich mich versah, war ich dabei!

Ich wusste absolut nicht, was mich erwartete. Teilweise bekam ich richtig Panik. War ich überhaupt die Richtige dafür? Ich bin eine Frau, habe schwache Muskeln, habe keine starke Singstimme und beherrsche auch kein Instrument. Nicht mal aufbauende Gespräche würde ich mit den Leuten führen können. Ich habe keine bestimmte Begabung.Was könnte ich schon verrichten?! Ich hatte absolut nichts zu bieten.

Fakt war aber auch, dass Gott wirklich alles reibungslos hat verlaufen lassen, so dass meiner Reise nach Russland einfach nichts im Wege stand. Dabei wartete ich insgeheim schon auf ein ‘Stopp’-Zeichen von Gott… aber vergeblich.

Und so blieb mir nichts anderes übrig (Gott sei Dank!), als all diese Sorgen und mein Unvermögen in Gottes Hände zu legen.

Hier begann schon Seine erste Lektion für mich: Es ist nicht wichtig, wer ich bin und was ich kann. Es ist wichtig, was mein Gott kann! Ich war der unbrauchbarste Mensch für diesen Einsatz… und vielleicht war ich genau deswegen die Richtige.

Und so betete ich ab diesem Zeitpunkt, dass Gott mich doch irgendwie gebrauchen und zum Segen für diese Menschen in Russland sein lassen würde (auch wenn ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte wie).

Am 10.07.2018 kam ich um 5 Uhr morgens in einem kleinen Flughafen in Omsk an. Dort warteten schon Eugen Maul und seine Frau Nina auf mich. Sie brachten mich erst mal nach Asowo, einem Dorf knapp 40 km von Omsk entfernt. Eugen ist der Gemeindeälteste dort. Unterwegs versuchten wir ein Gespräch aufzubauen, doch leider konnte ich vieles nicht verstehen und reden erst recht nicht. Trotzdem fühlte ich mich sehr wohl bei den beiden. Ich bekam im oberen Stockwerk des Gemeindehauses ein kleines Zimmer. Nachdem Sie sich mehrmals vergewissert hatten, dass es mir gut geht und ich alles habe, was ich brauche, ließen sie mich zum Ausruhen erst mal allein. Aber dank der vielen Tauben auf meiner Fensterbank und der Maus in der Küche, musste ich mich dort nie alleine fühlen.

Mittags fuhr ich dann mit Eugen nach Omsk. Das große und wunderschöne Kirchengebäude stand auf einer schönen und gepflegten Anlage wenige Meter neben dem Fluss Irtysch. Ich wurde durch das Gebäude geführt und lernte dabei die ganzen Mitarbeiter kennen: das Küchenpersonal, Putzfrauen, den Hausmeister, die Wächter, die Buchhalterinnen, die Medienbeauftragte, den Übersetzer und einige Brüder. Es herrschte im gesamten Haus ein fröhliches Treiben und ich wurde von allen herzlich begrüßt. Ich war so erleichtert, als mich zwei von Ihnen auf deutsch ansprachen. So hatte ich endlich die Möglichkeit alles zu fragen und zu erzählen, was sich seit meiner Ankunft angesammelt hatte.

Nach dem Mittagessen haben Wowa (Wladimir Winogradow, stellvertretender Bischof der Evangelisch-lutherischen Kirche Ural, Sibirien und Ferner Osten) und Eugen den weiteren Ablauf mit mir besprochen. Dank Internet und Google-Übersetzer hatte das dann auch einigermaßen gut geklappt. Bis Donnerstag sollte ich noch in Asowo bleiben und ab da dann in Omsk in der Kirche wohnen.

Am nächsten Tag besuchte ich mit Eugen und seiner Frau einen kleinen Hauskreis in einem Nachbardorf. Es waren nur 4 ältere Damen anwesend. Sie waren so froh, über den Besuch, was sie auch deutlich auf ‘deitsch’ zu verstehen gaben. Wir sangen viele russische und deutsche Lieder zusammen. Anschließend baten Sie mich noch paar Verse vorzulesen. Wir waren nicht viel, aber es war eine schöne Gemeinschaft.

Am Donnerstag kam ich nach Omsk. Jeden Morgen um 9 Uhr fand eine Andacht gemeinsam mit allen Mitarbeitern statt. Danach lief ich von Zimmer zu Zimmer und fragte, ob ich bei irgendetwas helfen könne. Oftmals war das nicht der Fall und hatte dadurch viel freie Zeit. Um 13 Uhr gab es dann ein gemeinsames Mittagessen.

Am meisten mochte ich die Tage, an denen Olga (Wowas Frau) da war. Da in 2 Wochen die Mutter-und Kindfreizeit statt finden sollte, hatte sie als Hauptorganisatorin einiges zu tun. Hierbei konnte ich ihr viele kleine Arbeiten abnehmen und bei den Vorbereitungen helfen.

So vergingen die ersten 2 Wochen.

Eine Freizeit wie diese hatte ich in der Art noch nie erlebt, geschweige denn gekannt. Als Teilnehmer hatten wir 13 Mütter mit jeweils 1-2 Kindern. Die meisten von Ihnen waren im Kindergartenalter. Unter den Kindern waren auch zwei schwer erziehbare, vier geistig-behinderte und ein autistisches Kind dabei.

Während sich Olga, Wowa und eine weitere Mitarbeiterin namens Nina um die Mütter gekümmert haben, hatten ich und 2 andere Mädchen in meinem Alter die Aufgabe, uns um die Kinder zu kümmern.

Da die Kinder alle so unterschiedlich waren, hatten wir alle Hände voll zu tun. Manches Kind ließ sich auch nicht von seiner Mutter trennen, wodurch die Mütter nie ganz unter sich sein und zur Ruhe kommen konnten.

So erklärten ein Mädchen und ich uns bereit, spät abends im Flur die schlafenden Kindern zu bewachen, damit die Mütter Zeit für sich hatten.

Obwohl diese 4 Tage für uns Mitarbeiter wirklich anstrengend waren, hatten wir eine sehr schöne und gesegnete Zeit. Das Schönste war für mich das gemeinsame Abschlussgebet am letzten Tag. Wowa bat alle Teilnehmer sich im Raum zu verteilen. Die Kinder sollten ihre Mama umarmen, an die Hand nehmen und dann für sie beten. Wowa betete vor und die Kinder sprachen ihm nach. Und so hörte man aus diesen Kindermündern, wie sie um Weisheit, Kraft, Geduld und Liebe für ihre Mütter baten und sich bedankten. Ich stand mitten unter diesen kleinen Familiengruppen und war einfach nur überwältigt von all der Liebe. Gerade den Müttern, deren Kind niemals in der Lage sein wird, jemals so für sie zu beten, hatte man angesehen, wie sie jedes einzelne dieser seltenen Worte förmlich aufsaugten und in ihre Herzen schlossen. Danach legten die Mütter ihre Hände auf die Köpfe der Kinder und Wowa sprach für alle ein Segensgebet. Mir kommen heute noch die Tränen, wenn ich an diesen Moment zurück denke.

Als es an der Zeit war aufzubrechen, fanden wir Mitarbeiter noch einen ruhigen Moment zusammen. Nina bedankte sich von Herzen bei alle Helfern. Sie erzählte mir, dass sie sich anfangs Sorgen gemacht habe, weil ich kaum russisch könne. Und dass sie jetzt so froh sei, dass ich dabei gewesen bin und ich eine große Hilfe gewesen sei. Olga stimmte ihr direkt zu. Ich hatte mit dieser Rückmeldung gar nicht gerechnet und hatte Mühe nicht auf der Stelle anzufangen zu weinen. Ich war Gott einfach nur dankbar, dass ich brauchbar gewesen bin.

Die Tage danach verbrachte ich wieder in der Kirche in Omsk teils mit Ausruhen und teils mit Aufräumarbeiten.

Am Freitag, den 3. August machten wir uns dann mit einer kleinen Gruppe auf nach Litkowka. Hierbei handelt es sich um ein ganz kleines abgeschiedenes Dorf (über 300 km vom Omsk entfernt), dass in einem Sumpfgebiet liegt. Die Gemeinde im Dorf veranstaltete ebenfalls eine Kinderfreizeit und ich sollte bleiben und bei der Durchführung helfen. Während dieser Zeit wurde ich bei einer Gastfamilie untergebracht (die einzige Familie, die ein Klo IM Haus haben)

Am Samstag hielt Nina eine Kinderstunde ab und ich war erstaunt, wie viele Kinder in dem Dorf lebten.

Die Freizeit hier verlief ganz anders. Sie ging eine ganze Woche lang von 10 bis 16 Uhr. Durchgeführt wurde sie von einer Mutter und paar Jugendliche (nur Mädels) aus der Gemeinde.

Das Wetter war in dieser Woche sehr wechselhaft und das uns zur Verfügung stehende Haus hatte keine Heizung. Es war teilweise sehr kalt und als es regnete tropfte es von der Decke. Das Klo stand natürlich draußen. Zum Mittagessen gab es fast jedes Mal nur Kartoffelpüree und etwas Salat dazu. Und keiner beschwerte sich, denn es war alles normal. Ich musste dann oft an den Komfort und das Essen von unseren Freizeiten denken… und musste mich einfach nur dafür schämen, dass ich so undankbar bin.

Am Nachmittag und Abend half ich meiner Gastmutter dann bei allen möglichen Arbeiten. Ich führte ein richtiges Bauernleben und genoss jede Minute. Ich arbeitete im Stall und auf dem Feld. Jeden Abend fiel ich erschöpft, aber glücklich ins Bett und bewunderte die Menschen, die das jahrelang Tag für Tag bewältigen.

Am Sonntag nach dem Gottesdienst trafen wir uns mit allen Kindern nochmal in dem Raum zu einem Abschlussessen. Danach blieb ich mit den Mädels aus der Jugend dort und warteten bis die geplante Jugendstunde um 4 Uhr begann.

Ich hatte mich richtig darauf gefreut, weil ich während meiner ganzen Zeit relativ wenig mit Jugendlichen zu tun hatte. Allerdings kamen da nur noch 3 Mädels und 2 Jungs dazu. Die Jugendstunde selbst wurde von einer Frau durchgeführt. Und während dieser Jugendstunde erkannte ich die wirkliche Armut. Die Frau hatte sich wirklich Mühe gegeben, aber die Jugendliche waren sehr unruhig und unaufmerksam. Es fehlte einfach an Ernsthaftigkeit und Interesse. Außerdem hatte sie für das Thema so einfache Worte benutzt, dass sogar ich mit meinem schlechten Russisch ,verstand, worum es ging. Sie gab diesen Jugendlichen noch Brei zu essen. Was festes hätten Sie aber auch nicht vertragen können. Ich hatte über die Woche diese Mädchen wirklich lieb gewonnen. Umso mehr tat mir dieser Anblick weh. Mein Herz war so voll. Wie gerne wollte ich Ihnen etwas sagen, sie aufbauen, sie wachrütteln. Aber ich konnte nicht. Mein Mund war durch die Sprachbarriere wie zugebunden. Und das war gut so. Denn es war eine weitere Lektion von Gott. In dieser Not wendete ich mich dann an den einzigen, der in diesem Moment meine Sprache verstand. Und das war Gott.

Wäre ich in Deutschland gewesen, hätte ich alles Mögliche gesagt, aber wahrscheinlich nicht gebetet. Ich handle viel lieber direkt, als mich in der Stille zurück ziehen und Gott machen zu lassen. Wir sollten mehr mit Gott über Menschen, als mit Menschen über Gott reden.

Nach eineinhalb Wochen musste ich Litkowka und all die liebgewonnenen Menschen wieder verlassen.

2 Tage später musste ich mich dann auch von allen in Omsk verabschieden und mir wurde bewusst, wie viele Freunde ich in dieser Zeit doch gewonnen habe. Sie haben mich alle so herzlich aufgenommen und rundum versorgt.

Ich weiß nicht inwieweit ich ein Segen während dieses Einsatzes sein konnte, aber ich weiß, dass dieser Einsatz auf jeden Fall ein Segen für mich war.

Ich bedanke mich bei allen Betern und will alle ‘unbrauchbaren’ da draußen zurufen nicht zu vergessen:

Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus! (Phi 4,13)

Jessica Iwanow

Missionseinsatz Russland 20182018-12-03T22:59:28+00:00

Einladung – Missionstagechor 2019

Geliebte Geschwister,

nun ist es wieder bald soweit, im Mai 2019 gibt es wieder Missionstage. ☺

Da wir auch dieses Mal die Missionstage mit Chorgesang begleiten möchten, lade ich euch alle herzlich ein, bei diesem großen Chor mitzumachen und zum Segen beizutragen.

Jeder, der mindestens 16 Jahre alt ist und schon jetzt in seiner eigenen Gemeinde im Chor mitsingt, bzw. Chorgesangerfahrung hat und ein gewisses Notenverständnis mitbringt, oder ein Musikinstrument beherrscht, darf sich ab sofort bei mir anmelden.

Ich bitte euch, sich gemeindeweise anzumelden mit Namen, Stimmangabe (bzw. Instrument) und E-Mail Adresse über die ich euch erreichen kann.

Alle Anmeldungen bitte nur per E-Mail (an wroehrig@gmx.net), damit ich einen besseren Überblick habe und keinen vergesse. Danke.

Bedenkt bitte auch, dass ich nur eine begrenzte Anzahl an Sängern und Spielern in den Chor rein nehmen kann. Wenn man sich spät anmeldet, kann es somit vielleicht schon sein, dass alle Plätze dann belegt sind.

Leitet diese E-Mail bitte auch an eure Chorleiter, bzw. Gemeindeleiter weiter.

Die im Anhang befindliche Einladung könnt ihr auch gerne bei euch in den Gemeinden aushängen.

Da wir letztes Mal auch viele Anmeldungen für instrumentale Begleitung hatten, bieten wir es dieses Mal auch gerne an. Außerdem werden wir uns bei der sogenannten “Vorübung” nur mit allen Spielern vor der ersten gemeinsamen Chorprobe treffen, um die jeweiligen Instrumente und die Begleitung der Chorlieder durchzusprechen. Dann haben die Spieler bis zur ersten Probe noch ca. einen Monat Zeit, das besprochene zu üben.

Die Chorproben finden immer an den angegebenen Terminen von 10:00-12:00 Uhr und von 14:00-16:00 Uhr statt.

Anmeldeschluss ist der 05.01.2019!!!

Vorübung für Spieler:     26.01.2019 im Gemeindehaus Neuwied

1.Chorprobe:                    23.02.2019 im Gemeindehaus Köln

2.Chorprobe:                    06.04.2019 im Missionshaus

3.Chorprobe:                    04.05.2019 im Gemeindehaus Neuwied

Wiederholung:                 25.05.2019 direkt bei Missionstagen bei Paderborn, in der Sälzerhalle in Salzkotten um 11:00Uhr

Adressen:

Gemeindehaus Köln: Venloer Str.867, 50827 Köln

Missionshaus: Feldrücker Weg 10, 36355 Grebenhain

Gemeindehaus Neuwied: Im Schützengrund 84, 56566 Neuwied

Missionstage 2019, in der Sälzerhalle: Upsprunger Str.1, 33154 Salzkotten

Es ist mir wichtig, dass jeder Chorsänger, bzw. Spieler an jeder Übung teilnimmt und nur im äußersten Fall, nach Rücksprache mit mir, von einer Übung wegbleibt.

Außerdem ist es sehr wichtig, die Chorlieder sehr gut zuhause zu üben, damit wir bei den gemeinsamen Übungen nicht die Lieder erst kennenlernen, sondern direkt zu den schwierigen Stellen, sowie zu dem Zusammenklang kommen können. Wir werden versuchen, wie letztes Mal, die jeweiligen Lieder stimmweise aufzunehmen und euch rechtzeitig zum Üben zur Verfügung zu stellen.

Die Chorlieder werde ich allen angemeldeten Personen nach dem Anmeldeschluss mitteilen.

Ich wünsche euch viel Freude, Erfolg und Gottes reichen Segen bei den Vorbereitungen und stehe euch bei Fragen und Anregungen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Seid dem Herrn befohlen!

Euer Witali

Einladung zum Aushang
Einladung – Missionstagechor 20192018-11-28T23:06:56+00:00

Das Jahr geht zu Ende

Darum meine Brüder seid fest, unbeweglich und nehmet immer zu in dem Werk des Herrn und wisset, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist.  1. Kor. 15, 58

Kürzlich ging ein Vater mit seiner kleinen Tochter spazieren. Sie gingen einen langen Weg, der sie von ihrem kleinen Heim hinaus auf die große, stark befahrene Straße und um viele Ecken herum führte. Nachdem sie einige Zeit gegangen waren, fragte der Vater seine Tochter, ob sie wüsste, wo sie wären. „Nein, Papa“, war die Antwort. Dann fragte er sie: „Fürchtest du dich nicht?“ Ihre Antwort war aufschlußreich. Dieses kleine Mädchen sagte: „Nein Papa, du bist bei mir und du kennst den Weg!“

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu und wir können diesem kleinen Mädchen nur zustimmen. Unser Herr ist bei uns und kennt den Weg. Unterschiedlich große Herausforderungen, sowohl im persönlichen Bereich, als auch im Hinblick auf Gemeinde und Mission standen uns bevor. Verschiedene Fragen haben uns bewegt: „Was kommt auf uns zu, wie werden wir mit dieser oder jener Situation umgehen?“ Konfrontiert mit Schwierigkeiten im Beruf, Familie, Gemeinde und Mission, finanzielle Engpässe, Sorgen um Gemeindemitglieder bereiteten uns so manch eine schlaflose Nacht. Doch mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigener Pein, lässt Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein. Mit diesem Bewusstsein sehen wir rückblickend die Hilfe Gottes, seine Gnade und Bewahrung in den verschiedensten Situationen und Herausforderungen. Gott hat unsere Gebete erhört und uns durch das Jahr 2018 getragen. Zum Beispiel bei den Missionseinsätzen im In- und Ausland. Zahlreiche Veranstaltungen wie Evangelisationen, Jugendgottesdienste, Seminare, Kindertage, Bibelwochen uvm. konnten stattfinden. Eine offene Tür für das Evangelium und viele verschiedene Möglichkeiten der Weitergabe des Wortes Gottes stimmen unser Herz fröhlich und dankbar. Gott allein gebührt der Dank für jegliche Frucht, die durch unser aller Dienst und Arbeit entstanden ist.

Im Hinblick auf das neue Jahr stehen wir wieder vor neuen Herausforderungen und vielen Fragen.

Wir wissen nicht, was auf uns zukommt, aber uns ist bewusst, dass Gott uns nahe ist und wir nie allein sind. Die Zusage Gottes: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“, ist gewiss und tragfähig, das gibt uns Zuversicht und Halt. Die Weihnachtsbotschaft bezeugt diese Zusage Gottes mit den Worten aus Jesaja 7, 14: „Darum so wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie heißen Immanuel.“ Immanuel bedeutet: Gott mit uns. Dietrich Bonhoeffer thematisiert diese Tatsache in einem Lied mit den folgenden Worten.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag

In diesem Sinne wünsche ich ihnen eine frohe und gesegnete Weihnachtszeit und bedanke mich ganz herzlich im Namen aller Mitarbeiter des Missionswerkes und der Gefährdetenhilfe Siloah für alle Gebete, jede finanzielle Unterstützung und tatkräftige Mitarbeit.

Es grüßt sie herzlichst

Paul Mik

Das Jahr geht zu Ende2018-11-17T23:35:35+00:00
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